Ach Addy V

Und so gingen dann die Jahre durchs Land, Else starb in Brighton, Sophie wurde verrückt, Stephanie alt und langsam und ich kaufte einen Hund, den ich Pluto nannte.

Die Nichten und Neffen wurden Mütter und Väter,

sie zogen durch die Länder und schickten Karten zu Weihnachten, die sich einzig durch die Jahreszahl unterscheiden.

Ich verliebte mich noch ein einziges Mal in einen Mann der einen Namen hatte, als wäre er am Meer geboren und der auch im Alter nicht schrumpfte.

Wir lebten in einem Haus unweit des Waldes, wir tranken schwarzen Kaffee zum Frühstück und verwendeten nie Kosenamen. Er starb drei Jahre vor mir und auf all den Bildern,

die mir von ihm blieben, sieht man ihn kaum, als wäre er ein Gespenst, eine Fata Morgana und ich wünschte mir, als der Regen einsetzte und mein Herz aussetzte, dass dem wirklich so wäre und ich auch von den Fotos verschwinden würde und all das was von mir übrigbleibt nur noch eine Ahnung wäre, eine Ahnung und ein Versprechen, das alles einmal gut war.

[Ende]

Ein Gedanke zu “Ach Addy V

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