My grandfather’s dog

That’s my grandfather on the left. I never knew that he once had a dog. But I guess there are a lot of things I don’t know about him. He died 13 years ago on my first day in highschool, his weak heart made him do so. I remember wearing a blue jacket on this day and a grey t-shirt, I remember, it rained when I walked home and my mum stood in front of the house and said: Something happened. I immediately knew what she was talking about.

I wonder what he was thinking on the last picture. I wonder what name he gave the dog. I wonder if it was allowed to sleep in the kitchen. Maybe in the winter or on Sundays but maybe he had to sleep in the garage next to the tractor with which we used to drive back and forwards in the garden entry till either my father or my brother or I got bored and asked to stop. My grandmother watched us from the kitchen window erverytime we did so and Peter the old cat was lying in the sun.

That’s Peter:

Peter would have not liked the dog, that’s for sure.

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Ländervorwahl

Manchmal finde ich Sätze die Telefonnummern sein könnten. ‚Ich bin nicht da.‘ ist zum Beispiel einer. Das ich ist dabei eine Eins, das bin eine Null, das nicht eine Sechs und das da eine Zwei. Ich stelle mir eine alte Frau vor, am anderen Ende der Leitung, würde ich die Nummer wählen. Sie wäre schwerhörig und würde mich nicht verstehen. ‚Ich möchte nichts kaufen.‘ wird sie sagen. Und ich werde auflegen, noch bevor mir einfallen würde, dass ich ihr sowieso nichts zu sagen habe. Ich würde Gnocchi kaufen dann, ich würde sie mit scharfen Pesto essen. Rotes Pesto, von dem mir übel wird nach kurzer Zeit.
Diese Sätze, die Telefonnummern sind, hinter denen sich nichts verbirgt, – sie entstehen in meinen Kopf in den Momenten, an denen ich am wenigstens daran denke. Wenn ich im Bett liege und endlich die Decke anstarre, (davon erzählte ich stundenlang davor) zum Beispiel und dann bleiben sie da und lege ich die Brille ab und schlafe irgendwann ein, bis sie immer noch da sind und im Hinterkopf der Atem pocht, der in Lunge keinen Platz mehr findet. ‚Mir gehört ein ganzes Haus und du wirst nie dort wohnen.‘ – 64722. ‚Treib die Ziegen in den Stall.‘ – 9965208 (Ziegen dabei zweizahlig). ‚Nils vergesse ich in den Tropen gleich nach der Ankunft.‘ – 5178456330225.
Ich kenne keinen Nils, ich kenne nur einen Freund, der sich Nils nennt, singt er Lieder auf der Bühne. Lieder zu denen wir Freunde emsig in die Hände klatschen, Biergläser aneinander stoßen und uns schwören, das nächste Mal schon mitsingen zu können. Aber Nils ist damit nicht gemeint, ich weiß nicht, woher der Name Nils in meinem Kopf kommt. Er pulsiert manchmal und manchmal sage ich: Vielleicht nenne ich meinen Sohn einmal so. Das ist natürlich nicht wahr, aber die Namensdiskussionen, die sich mit dem älter werden eindeutig häufen, sie beflügeln mich solche Lügen zu formulieren. Die lassen es mich ausmalen, wie ein blonder Junge auf dem Spielplatz zu oft fällt und beim Nachhausegehen ganz sacht meine Hand hält. Dass er nicht Nils heißt, ist spätestens dann klar, binde ich meine Haare erneut zusammen, die dunkel sind und die Farbe derer meiner Kinder haben werden. Die dann Lowis heißen, die dann Otto heißen oder Krista.
Im Namen Krista ist ein Geheimnis versteckt, das ich manchmal finde. Es hat etwas mit meiner Kindheit auf dem Land zu tun. Mit Bächen durch die ich watete und einer Katzenleiche die ich an einem Ufer fand. Victoria und ich stocherten an ihr mit Holzstecken herum, sie war steif und tot, das sahen wir nicht ganz ein und fuhren dann doch sehr schnell zum Tierarzt, der die Tür nicht öffnete und die Katze, sie musste verwesen, an dieser Stelle die wir nie mehr betraten.

‚Das Kind dessen Katze starb, es saß am Fenster bis die Mutter rief.‘ – 00357274984110845. Der Nummer nach, sitzt dieses Kind auf der Insel Zypern, ich kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass es dort Bäche gibt.

[Am Abend weiß ich: ich kenne einen Nils. Wir nannten ihn Nilsipilsi und er lachte darüber nicht.]

Joringel

Immer ist es eine Weltreise
zu dir ein Marathon
ein Ausbruch des Ätna
ein Wirbelsturm in Iowa

Du lebst in der Stille
die mich umgibt
lebst in Minuten in
den Wänden rechts
von den Steckdosen
drei an der Zahl
das macht noch keine Hand
sagst du

Macht keine Faust
in die man beißen könnte
macht keine Fläche
auf der man schlafen möchte
macht keine vier
was eine Uhrzeit wäre
hättest du die Zeit nicht schon
verloren

Aus meinem Atem
wächst dein wilder Mund
ich wünschte nur
er könnte sprechen.

Ach L. (III)

Ich habe mich in dich verliebt, habe ich einmal zu L. gesagt, da lagen wir auch nebeneinander,  wie jetzt. L. hat damals erst gar nichts gesagt und weiterhin beständig die Decke angestarrt. Irgendwann war ich mir gar nicht mehr sicher, ob er mich überhaupt gehört hatte und ich sagte nochmals, diesmal ein wenig bestimmter: „Ich habe mich in dch verliebt“ und L. begann zu lächeln, drehte sich zu mir um und sagte: „Das weiß ich doch.“

Zwei Sommer ist das her und wir hatten uns davor seit vier Monaten in unregelmäßigen, aber immer kürzer werdenden Abständen getroffen. Seit kurzem war auch der Punkt erreicht, an dem L. nicht mehr fragte, ob er über Nacht bleiben dürfe und ich ihm auch nicht anbot über Nacht zu bleiben, sondern dass er einfach blieb, zunächst noch, weil die U-Bahn nicht mehr fuhr, oder ich näher an seiner Arbeit wohnte, bald aber schon ohne solche Ausreden. Und bald schon mindestens dreimal pro Woche.

L. fragt mich, wie ich geschlafen habe und ich drehe mich nicht zu ihm um. Ich glaube ok, sage ich und L. legt seine Hand auf meinen Hinterkopf. „Meine Mutter hat gesagt, du solltest Hopfentee vor dem Einschlafen trinken“, meint er und ich möchte ihm sagen, dass seine Mutter keine Ahnung hat, aber schaffe es nur zu einem „Vielleicht.“ Ich frage mich, wie L. sich gerade fühlt und ob es verstehen würde, wenn ich ihn bitten würde, die nächsten Nächte bei sich zu schlafen, in dem kleinen Zimmer mit der Dachschräge, in dem ich seit Wochen nicht mehr war, in dieser Wohnung mit diesem seltsamen Mitbewohner der immer Thunfisch isst, wenn ich ihn sehe. L.s Mitbewohner mit den braunen, langen Haaren, über den wir viele Witze machten, die mir noch nie so leid getan haben, wie jetzt gerade. Er ist bestimmt ein netter Kerl, denke ich und dass man ihm eigentlich eine Chance geben sollte. Aber dann denke ich auch wieder, dass es dafür keinen Anlass gäbe, dass es soviele nette Menschen gibt und dass sowieso zu vieles zu nett ist und ich frage mich auch, ob es denn diese nette Langeweile ist, die sich in den Monaten über uns gelegt hat, wie eine zu dicke Decke, die L. im Moment so unaufregend erscheinen lässt.

Man muss wissen: nichts ist passiert. L. hat mich nicht betrogen. L. hat mich nicht vernachlässigt. Es gibt keinen neuen Mann in meinem Leben und niemand von uns hat vor ans andere Ende der Welt zu ziehen. Es ist überhaupt nichts passiert und vielleicht ist das das Problem. Ich bin dazu geneigt zu sagen, dass ich mich an L. gewöhnt habe, ich könnte ohne zu zögern sofort nachmachen, wie er sich frühmorgens streckt und ich weiß, welcher Tee sein liebster ist. Es gibt diese Stelle hinter seinem Ohr und es macht ihn verrückt, wenn ich ihn dort küsse. Ich könnte mich jetzt einfach umdrehen und das machen. Ich könnte ihn innerhalb von fünf Sekunden verrückt machen, wir könnten miteinander schlafen und es wäre gut. Aber was dann und vor allem: warum?

Als ich die ersten Morgen neben L. aufwachte, waren meine Hände feucht, weil es mich so nervös machte, diese Vorstellung, mich nur umzudrehen und er liegt da und schläft wohl noch, weil es so unendlich aufregend war L. dabei zuzusehen, wie er in seine Hose schlüpft und weil ich mir sicher war, noch nie etwas Schöneres gesehen zu haben, als L.s Rücken, wenn er vor dem Herd stand und Kaffee kochte. Und an den Morgen, an denen er ausnahmsweise nicht da war, da wachte ich trotzdem an dem äußersten rechten Rand des Bettes auf, da war ich dennoch nicht einsam, sondern lächelte still in mich hinein, weil ich wusste, dass L. die gleiche Sehnsucht verspürte wie ich. Und wenn L. und ich nebeneinander schliefen, und das taten wir viel, dann war es der tiefste Schlaf mit den komischsten Träumen. Einmal träumte ich, dass L. und ich eine Landstraße entlangfuhren, auf der uns ein Riese gemächlichen Schrittes entgegenkam, der, als er unser Auto passierte (und L. so tat, als wäre dies das Normalste auf der Welt) seine Hand auf meine Schulter legte und sie dort erst wegnahm, als er sich bereits zwei Riesenschritte entfernt hatte. Ich erzählte dies L. in der Früh und L. meinte, das würde erklären, warum ich plötzlich laut „Schau doch mal“ im Schlaf gesagt hatte und dass er aufgeschreckt war und nicht wusste was ich meine und nur mich sah ,wie ich immer noch schlief und sich dann dachte, dafür hätte sich das Aufwachen schon gelohnt. Ich nannte ihn damals einen alten Chameur und warf einen Polster nach ihm, L. fing ihn auf und zuckte mit den Schultern und verließ den Raum. Zum Frühstück aßen wir Cornflakes und ich sagte: „Ich fühle mich so sicher.“ Und L. bastelte eine Woche lang an langen Armen aus Pappmaché, mit denen er dann vor meiner Wohnungstür stand und es nicht schaffte mich zu umarmen.

„Weißt du noch“, frage ich L. und drehe mich auf den Rücken, „als wir damals hier im Bett lagen und ich zu dir gesagt habe, dass ich mich verliebt habe?“ L. nickt. „Und weißt du noch, wie du nicht sofort geantwortet hast?“ L. nickt und lächelt nun auch. „Ich dachte damals, ich müsste auf der Stelle sterben. Ich dachte, ich schließe meine Augen und es ist vorbei. Ich dachte, dass dies die längsten Minuten meines Lebens sind. Und als du dann geantwortet hast, da war ich mir gar nicht mehr sicher, ob dies gerade wirklich passiert. Und weißt du, genau das gleiche unwirkliche Gefühl habe ich jetzt auch.“

L. räuspert sich. Er streckt seine Hand nach meiner aus und sagt: „Weißt du, das gute an der Zeit ist ja, dass sie vorbeigeht. Dass immer alles die Möglichkeit hat anders zu werden und dass wir uns dann trotzdem haben. Und dass du nicht gestorben bist. Kein bißchen bist du das.“ L. dreht sich zur Seite und legt seinen Kopf an meine Schulter. Ich küsse sein Haar und weiß nicht, was ich sagen soll und weiß auch nicht, was ich fühlen soll und schon gar nicht, wie ich das L. erklären soll. Ich räuspere mich auch und murmle: „Aber das stimmt doch so nicht, L. Ich wünsche mir  halt manchmal, diesen Moment hätte es noch nie gegeben. Ich wünsche mir, er würde noch in der Zukunft liegen. Verstehst du das?“ L. presst seine Stirn gegen mich, er sagt: „Aber warum  wünscht du dir das denn? Wir würden doch danach alles genau so machen. Und ich mag diese Ruhe, die zwischen uns eingekehrt ist.“ L. blickt auf und küsst meine Wange: „Ich mag es, nicht mehr herausfinden zu  müssen, wie deine Haare riechen und wie es sich anfühlt deine Schulterbeuge zu küssen. Ich mag es, dass ich es bereits bis an mein Lebensende weiß.“

„Ach L.“, sage ich, „ach L.“ Ich beiße mir auf die Lippen und wünschte, ihm niemals sagen zu  müssen, dass sein Wissen unnütz geworden ist und  gleichzeitig, dass er sofort meinen Mund küsst, nur um sicherzugehen, dass es nichts ändert und dass die Zeit nichts ändern würde oder doch, aber dass L. das genau so bemerken würde wie ich und ich wünsche mir, dass wir wieder so tief schlafen könnten und ich aufwachen würde und L. wäre ein weißes Blatt Papier für mich auf das ich in kleinen, dichtgedrängten Buchstaben schreiben könnte und es doch nicht tue und vor allem dass ich wieder in verliebt wäre wie damals, als die Minuten so lang waren wie jetzt, nur aus gänzlich anderen Gründen.

Ach L.

Einmal war L. verreist (IV)

Du bemühst dich

Du rufst zurück, siehst du eines der Mädchen hat dich versucht zu erreichen. Du nimmst dir Zeit und hörst zu. Du erzählst von dir, deinem kleinen Zimmer und der Mutter nebenan. Den Vater lässt du meistens aus. Du sagst: Ja, können wir machen. Wochenende und Party und so. Du sagst: Du freust dich. Vielleicht meinst du es auch ernst in dem Moment, wer weiß das schon.

Du fährst vor in deinem alten kleinen Auto, das Herzen brechen kann und tut. Du fährst vor und hupst. Du gehst Treppen hoch und läutest. Du sagst: Da bin ich. Du lässt dich umarmen, du trinkst gerne noch einen Kaffee. Smalltalk mit den Mitbewohnern ist für dich kein Problem. Du lächelst und sagst Sachen die sich reimen. Ende im Gelände zum Beispiel. Easy-peasy.

Im Auto legst du deine Hand auf den Oberschenkel des Mädchens, das gerade neben dir sitzt. Du spielst finnische Musik, du lachst und das Auto macht Krach. Du führst das Mädchen überall hin wo es will. Sollte es dunkel werden, legst du deinen Arm um seine Schultern.

Du tanzt zu jeder Musik. Du verweigerst nie ein Getränk. Du stellst den Mädchen gerne andere Mädchen vor. Du sagst: die kenne ich aus dem Zug. Die saß an der Uni neben mir. Das war so ne betrunkene Geschichte. Du lässt dich bitten zu gehen. In dunklen Zimmern küsst du jemanden. Vor dem Schlafzimmer jemand anderen. Deine Hand in der des Mädchens mit dem du kamst. Deine Hand in seinem Schoß. Dein Atem in seinem Nacken.

Du bemühst dich:

Das sind meine Eltern, sagst du. Du kannst gerne hier übernachten, sagst du. Du küsst Münder und Schläfen. Du hältst wieder die Hand. Du erzählst von deinem Hund. Du machst große Augen. Du machst die Mädchen damit lachen. Sie lachen alle, die Mädchen, eines nach dem anderen lachen sie, über den Hund und deine Augen.

Du meldest dich jeden Tag. Du schreibst: Ich küsse dich. Sagt ein Mädchen: Komm, so fährst du hundert Kilometer und steckst deine Hände in die Taschen nachdem du geläutet hast. Du hast auch nichts gegen Spaziergänge über den Friedhof, du hörst wie immer gerne zu. Jeder vorgeschlagene Kinofilm macht dir Spaß.

Läutet das Telefon, verlässt du das Zimmer. Läutet es wieder, rufst du zurück. Du sagst Sätze, du sagst sie zu jeder. Die Mädchen nicken, manche toben. Keine weiß die ganze Wahrheit. Du langweilst dich, du langweilst dich mit einer jeden. Du denkst, es könnte anders werden. Du willst nur nichts dafür tun. Du sagst: am Wichtigsten ist mir, das es bequem ist, nur kein Stress, bitte nie. Du steigst in dein Auto, du fährst hundert Kilometer zurück.

Du läutest an einer anderen Tür. Du küsst einen Mund. Du sagst: Nur kurz, weil Termin mit Oma. Du lächelst und hebst deine Brauen. Du weißt, so wird es immer weitergehen. Du siehst die Mädchen kommen, du siehst die Mädchen gehen. Du löscht keine ihrer Nummern. Nach Monaten rufst du an und sagst: Das war alles ganz anders. Komm vorbei, komm in meine Arme, noch einmal, komm.Legen die Mädchen auf, verstehst du die Welt nicht mehr und rufst wieder an, in der Jahreszeit die dieser folgt.

Du sagst Dinge. Du meinst sie vielleicht auch. Du versprichst und wenig macht Sinn. Du atmest schwer, du trägst die Mütze dabei schief. Ein bisschen Spaß, noch ein bisschen, dann ist alles vorbei, meinst du.

Du musst wissen:

Nie werden in deiner Sprache Liebesbriefe geschrieben werden. 

Das Märchen vom Moos

Du fragst mich, ob ich hier wohnen möchte, vor deiner Tür. Nur manchmal, zum Beispiel an ungeraden Tagen oder jenen, an den man zum Frühstück gerne Butterbrot isst. Vielleicht auch nur kurz, wenn der Raps wieder blüht, du wärst dann Leonard Cohen für mich und ich müsste damit rechnen früher aufzustehen, eventuell ein wenig zur Seite zu rücken und meinen Namen zu vergessen, ab und an.

Dein Kopf ruht auf meinem Bauch, sagst du solche Dinge. Ich habe die Augen aufgeschlagen, wie ein Buch, in dem du lesen könntest. Aber das willst du nicht, willst lieber in den Himmel schauen, dort könnte ein Drache wohnen, sagst du und ich lüge dich an, antworte ich: Ja.

Du bist ein Schiff für mich, du bist ein Schiff mit ungespannten Segeln, winke ich dir zu, kommt die Ebbe und du bist nicht mehr da.

Meine Arme hängen von dem hohen Bett, liegt dein Kopf nicht auf meinem Bauch. Sie baumeln ein wenig und berühren deine Schultern, würdest du zwei Schritte rückwärts machen. Es dauert zwei Minuten bis sie dort festwachsen, zwei Stunden bis sie voller Vögel sind, zwei Tage bis sie schmerzen, zwei Wochen bis du sie bemerkst. Meine Arme baumeln, du summst ein Lied. Ich kann dich nicht sehen, mit meinen Bücheraugen. Ich schlage Kapitel vier mit ihnen auf, ich knipse das Licht mit ihnen aus, ich sage leise: Kommst du denn jemals wieder?

Auf dem Berg, auf dem ich mir vorstelle dass du wohnst, dort blüht gerade Arnika. An den Tagen mit wenig Wind, da stehst du vor der Hüttentür und denkst an mich, denkst an das Tal, wo ich lange nicht mehr wohne, sagst eine Jahreszahl, die mir gehört. Würdest du wissen, wie sie mich nennen, was würdest du tun?

Ich sage: Vor deiner Tür ist es kalt, was mache ich im Winter? Wenn der Februar mit einer neunundzwanzig endet, dann friere ich, kann deine Tür nicht öffnen und höre dich vielleicht nicht atmen. Vor deiner Tür wohnen die wilden Tiere, die mich im Traum zu stark umarmen. Vor deiner Tür dringt Licht unter dem Spalt hervor und der Boden schmeckt nach Honig. Die Bienen sie stechen ein Mahnmal in meine Haut, willst du es lesen, nenn mich Suzanne, gib mir einen Regenmantel. Geh nie wieder weg.

Im Endeffekt stehst du dann auf, dein Finger zeigt auf eine Wolke. Auch das ist kein Drache, denke ich. Ich blicke dich an, solange bis du zurückblickst, mein Königreich ist abgebrannt.

Liebster, ich kann warten.

I’d like to

Last year on my birthday, while Flo, Karina and I lay between trees in the park (I still remember it as the first really hot day of the summer. This very special day that makes you want to eat icecream so bad that you forget that winter even exists [but it still does]) a group of musicians walked through the backyards of Paris and played a song as beautiful as they are. ( — and to imagine this makes me very happy — )

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( go home, I’d like to
stumble to bed and lay beside you
until we’re even or romantically bored,
whichever comes first )

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As I wondered a lot the last weeks I finally  asked my friend Wikipedia and it says:

A home is a place of residence or refuge.[1] When it refers to a building, it is usually a place in which an individual or a family can rest and store personal property. Most modern-day households contain sanitary facilities and a means of preparing food. Animals have their own homes as well, either living in the wild or in a domesticated environment. „Home“ is also used to refer to the geographical area (whether it be a suburb, town, city or country) in which a person grew up or feels they belong, or it can refer to the native habitat of a wild animal. As an alternative to the definition of „home“ as a physical locale, home may be perceived to have no physical definition—instead, home may relate instead to a mental or emotional state of refuge or comfort.[citation needed]

There are cultures in which members lack permanent homes, such as with nomadic people.

—      >

Maybe:

Maybe I was born being a nomadic but as noone noticed they kept me at the same place way too long. In the dark hours of the winter my nomadic heart whispered ‚I’ll always want to move away‘. It did that for too long and now as we, the heart and I, are moving and not standing still, the hours are as dark in the winter as they used to be and I wonder if I ever learn. For sure: I still believe that every city is my home at night. And for sure: I still believe that home is where you find me. And for sure: I still believe that this is what I want. Being found. Finding. Looking at people, looking at places looking at you and knowing (in this very moment): Everything can be true.

And maybe:

Maybe my nomadic heart will give my nomadic body a rest sometime.

I promise:  you’ll be the first to know.

Once V

Once I had two cats. I called them Pumuckel and Braunchen. I tried to teach them to dance and jump of the highest step, to like chocolate and ice cream. I loved them more than their mother Minka. Braunchen went into the woods and never came back at the age of two. Pumuckel grew big and got fat and lost an eye. He got 20 before he also went away. Maybe he met his sister under some tree and she whispered: Brother, come away with me. Lets run and never look back. Maybe they did. Maybe they live in a magic kingdom with a lot of butterflies they try to catch every day. They still dont like ice cream. But I’m ok with that nowadays. I eat it myself.